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© Franz Rickinger
Systeme Indischer Philosophie:

"Allgemeine Geschichte der Philosophie, Band I.3"

In Professor Dr. Paul Deussen's Band I.3 seines umfänglichen Werkes "Allgemeine Geschichte der Philosophie" findet man Ausführungen zu den sechs Systemen indischer Philosophie.

Das Buch kann man mitterweile bei der Bayerischen Staatsbibliothek Online lesen.

(Die Rechtshinweise zur Nutzung findet man ebenfalls dort)

Wie findet man hin?

1) per https:/ /www.bsb-muenchen.de

und dann Suchbegriff "Allgemeine Geschichte der Philosophie : mit besonderer Berücksichtigung der Religionen. 1,3, Die Nachvedische Philosophie der Inder"

oder auch:

2) per https:/ /www.bsb-muenchen.de

und dann Suchbegriff "Paul Deussen" und dann jenen paar Seiten durchblättern bis "Allgemeine Geschichte der Philosophie : mit besonderer Berücksichtigung der Religionen. 1,3, Die Nachvedische Philosophie der Inder"

 

Die Seitenzahlen des Buches und Scanseitenzahlen des BSB-Scans differieren nunmal etwas; deshalb hier noch weitere Hinweise:

 

X. Das Vaiçeshikam des Kanâda

Seiten 365 - 360

im Scan: 344 - 380

 

Nyaya des Gotama:

Seiten 361 - 388

im Scan: 380 - 408

Mîmâṅsâ des Jaimini:

Seiten 389 - 397

im Scan: 408 - 416

Das grammatische System des Panini:

Seiten 398 - 407

im Scan: 418 - 426

Sâñkhyam des Kapila:

Seiten 408 - 412

im Scan: 428 - 432

Die Sâñkhya-Kârikâ des Îçvarakṛishṇa

Seiten 413 - 420

im Scan: 432 - 440

II. Ontologie; Übersetzung von "Die Sâñkhya-Kârikâ des Îçvarakṛishṇa", Verse 1-21

Seiten 413 - 434

im Scan: 432 - 454

III. Psychologie: Übersetzung der Verse 22-46

Seiten 435 - 450

im Scan: 454 - 469

IV. Pathologie

Seiten 451 - 455

im Scan: 470 - 474

V. Kosmologie.

Verse 53-56 Seiten 456 - 458

im Scan: 476 - 478

VI. Eschatologie

Seiten 459 - 464

im Scan: 478 - 484

VII. Epilog, Verse 69 -72.

Seiten

im Scan:

Kurze Darstellung des Sâñkhya-Systems nach der Sâñkhya-Kârikâ

Seiten 486 - 505

im Scan: 466 - 526

XV. Der Yoga des Patañjali:

Seiten 506 - 578

im Scan: 526 - 598

Vorbemerkungen:

Seiten 506 - 510

im Scan: 526 - 530

Die Yoga-Sūtra's des Patañjali:

Seiten 511 - 543

im Scan: 530 - 562

Das Yoga-System nach den Yoga-Sūtra's des Patañjali:

Seiten 543 - 578

im Scan: 562 - 598

 

XVI. Der Vedânta des Çañkara:

Seiten 544 - 585

im Scan: 598 - 604

Das Vedânta-System nach den Sūtra's des Bâdârayana und dem Kommentar des Çañkara über dieselben.

Seiten 586 - 614

im Scan: 606 - 634

Der Vedântasâra des Sadânanda:

Seiten 615 - 638

im Scan: 634 - 658

Der Vedântasâra des Sadânanda (Übersetzung)

Seiten 639 - 670

im Scan: 658 - 690

 

"Die Sūtra's des Vedānta : oder die Çârîraka-Mîmâṅsâ des Bâdarâyaṇa : nebst dem vollständigen Commentare des Çañkara, Deussen, Prof. Dr.Paul, Brockhaus"

ist vermöge der Bayerischen Staatsbibliothek Online lesbar.

https:/ /www.bsb-muenchen.de und dann per

Suchbegriff zB "Paul Deussen" und dann druchblättern

oder auch Suchbegriff "Die Sūtra's des Vedānta : oder die Çârîraka-Mîmâṅsâ des Bâdarâyaṇa : nebst dem vollständigen Commentare des Çañkara".

Dieses Buch gibt es von "forgottenbooks.com" auch als Reprint.

 

"Das System des Vedanta", Deussen, Prof. Dr. Paul, gibt es ebenfalls als Reprint-Ausgabe von "forgottenbooks.com"

 


Vaisheshika:

 

 


© Franz Rickinger

Vaisheshika:

a) Prof. Dr. Paul Deussen's Ausführungen dazu:

Wie findet man hin?

1) per https:/ /www.bsb-muenchen.de

und dann Suchbegriff "Allgemeine Geschichte der Philosophie : mit besonderer Berücksichtigung der Religionen. 1,3, Die Nachvedische Philosophie der Inder"

2) analog per Suchbegriff "Paul Deussen und dann durchblätternd "Allgemeine Geschichte der Philosophie : mit besonderer Berücksichtigung der Religionen. 1,3, Die Nachvedische Philosophie der Inder" heraussuchen.

 

 

X. Das Vaiçeshikam des Kanâda

Seiten 365 - 360

im Scan: 344 - 380

 

b) "Die Lehrsprüche der Vaiçeshika-Philosophie von Kanāda", aus dem Sanskrit übersetzt und erläutert von Dr. E. Röer.

>>

...

Erstes Buch.

Erster Abschnitt

1. Zunächst dem wollen wir erklären, was Verdienst ist.

2. Verdienst ist das, wodurch Erhebung und das höchste Gut hervorgebracht werden.

...

<<

Zur vollständigen Übertragung wird es noch eine geraume Zeit dauern.

München, den 21.6.2026


Nyāya:

© Franz Rickinger

Nyaya:

 

a) Professor's Deussens Abhandlung zu diesem Thema in "Allgemeine Geschichte der Philosophie : mit besonderer Berücksichtigung der Religionen. 1,3, Die Nachvedische Philosophie der Inder"

Es ist Online-lesbar per der Bayerischen Staatsbibliothek, https:/ /www.bsb-muenchen.de mittels des Suchbegriffs "Allgemeine Geschichte der Philosophie : mit besonderer Berücksichtigung der Religionen. 1,3, Die Nachvedische Philosophie der Inder"; dort findet man auch die diversen Nutzungshinweise:

Nyaya des Gotama:

Seiten 361 - 388

im Scan: 380 - 408

b) Walter Ruben übersetzte die Nyâya-Sūtras komplett ins Deutsche; es war, wenn ich mich recht entsinne, dessen Habilitationsarbeit.

Die Nyāyasūtra - Text, Übersetzung, Erläuterung und Glossar von Walter Ruben:

Abhandlungen für die Kunde des Morgenlandes, herausgegeben von der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft, 1928" [= Abhandlungen für die Kunde des Morgendlandes, herausgegeben von der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft, XVIII. Band, No. 2, Die Nyāyasūtra - Text, Übersetzung, Erläuterung und Glossar von Walter Ruben,Deutsche Morgenländische Gesellschaft in Komission bei F.A. Brockhaus, 1928.

Walter Ruben erwähnte u.a., daß für diese Abhandlung aus (u.a.?) Platzgründen jegliche Polemik, gegen Autoren modern Darstellungen dazu, unterließ.

Es ist insofern eine wissenschaftlich-sachlich-fachkundige Übersetzung der Nyāyasūtras.

oder eventuell auch: "Die Nyaya-Sutras des Gautama des Aksapada Gautama: Indische Philosophie Band 10, in der Übersetzung von Walter Ruben", Edition Holzinger, 2013, Übersetzung von Walter Ruben, ISBN 1484030656.

Zur Person des Walter Ruben siehe zB.:


https:/ /www.bbaw.de/die-akademie/akademie-historische-aspekte/mitglieder-historisch/historisches-mitglied-walter-ruben-2335

https:/ /www.deutsche-biographie.de/gnd118603531.html#ndbcontent

https:/ /de.wikipedia.org/wiki/Walter_Ruben

 

 

Zur Person des Walter Ruben siehe zB.:


https:/ /www.bbaw.de/die-akademie/akademie-historische-aspekte/mitglieder-historisch/historisches-mitglied-walter-ruben-2335

https:/ /www.deutsche-biographie.de/gnd118603531.html#ndbcontent

https:/ /de.wikipedia.org/wiki/Walter_Ruben

 


Samkhya:

© Franz Rickinger

a) Prof Dr. Paul Deussens Ausführungen betreffs Sâñkhya:

Professor's Deussens Abhandlung zu diesem Thema in "Allgemeine Geschichte der Philosophie : mit besonderer Berücksichtigung der Religionen. 1,3, Die Nachvedische Philosophie der Inder"

Es ist Online-lesbar per der Bayerischen Staatsbibliothek, https:/ /www.bsb-muenchen.de mittels des Suchbegriffs "Allgemeine Geschichte der Philosophie : mit besonderer Berücksichtigung der Religionen. 1,3, Die Nachvedische Philosophie der Inder"; dort findet man auch die diversen Nutzungshinweise:

 

Sâñkhyam des Kapila:

Seiten 408 - 412

im Scan: 428 - 432

Die Sâñkhya-Kârikâ des Îçvarakṛishṇa

Seiten 413 - 420

im Scan: 432 - 440

II. Ontologie; Übersetzung von "Die Sâñkhya-Kârikâ des Îçvarakṛishṇa", Verse 1-21

Seiten 413 - 434

im Scan: 432 - 454

III. Psychologie: Übersetzung der Verse 22-46

Seiten 435 - 450

im Scan: 454 - 469

IV. Pathologie

Seiten 451 - 455

im Scan: 470 - 474

V. Kosmologie.

Verse 53-56 Seiten 456 - 458

im Scan: 476 - 478

VI. Eschatologie

Seiten 459 - 464

im Scan: 478 - 484

VII. Epilog, Verse 69 -72.

Seiten

im Scan:

Kurze Darstellung des Sâñkhya-Systems nach der Sâñkhya-Kârikâ

Seiten 486 - 505

im Scan: 466 - 526

 

b) "Die Samkya-Philosphie eine Darstellung des indischen Rationalismus nach den Quellen" von Prof Richard Garbe ist Online-lesbar vermöge der Bayerischen Staatsbibliothek.

https:/ /www.bsb-muenchen.de

und dann per zB Suchbegriff "Richard Garbe" und duchblättern; im Bibliotheksverzeichnis war dann das als 12.tes verzeichnete Buch am 22.6.2026 zielführend.

( "Die Samkya-Philosphie eine Darstellung des indischen Rationalismus nach den Quellen" war als Suchbegriff am 22.6.2026 nicht für die Allgemeinheit  zielführend; es führte auf ein Online-Leseangebot für jene, die entsprechende Bibliotheksausweise haben.)

 

c)  Sâṃkhyasûtras, aus dem Sanskrit übersetzt und mit Anmerkungen versehen von Richard Garbe, Leipzig 1889, in Commission bei F.A. Brockhaus.

Samyka

gemäß

Garbe, Prof. Dr. Richard, "Sâṃkhyasûtras - Aus dem Sanskrit übersetzt und mit Anmerkungen versehen von Richard Garbe", Leipzig 1889, in Commission bei F.A. Brockhaus.

>>

Sâṃkhyasûtras.

Aus dem Sanskrit übersetzt und mit Anmerkungen versehen

von

Richard Garbe

————————————

Leipzig 1889

in Commission bei F.A. Brockhaus.

Buch 1:

1. Nun also: das absolute Ziel der Seele ist das absolute Aufhören des dreifachen Leidens.

[Seite 11]

2. aus einem sinnlichen Dinge resultiert es nicht, weil man sieht, dass [der Schmerz], wenn er auch aufhört, immer wiederkehrt.

[Seite 17]

3. Weil man sich um solche Mittel zur Beseitigung des Schmerzes in der Weise bemüht, wie um die Mittel zur Beseitigung des täglichen Hungers, sind dieselben [wohl] ein Ziel des Menschen.

[Seite 17]

4. Von denen, welche in logischer Beweisführung bewandert sind, ist [dieses] aufzugeben, weil nicht alle [beseitigt werden] können, und wo dies auch möglich sein sollte, doch keine Tadellosigkeit ²) vorliegt.

[Seite 18]

5. [Jenes Gesetz ergiebt sich] unter anderm aus dem Vorrang der Erlösung, der Schrift zufolge, die den Vorrang derselben vor allem lehrt.

[Seite 19]

6. Kein Unterschied besteht zwischen den beiden.

[Seite 19]

7. Nicht könnte man die Belehrung über die Mittel zur Erlösung eines, der seinem Wesen nach gebunden ist, vornehmen.

[Seite 21]

8. Da das Wesen unvergänglich ist, würde [die Schrift] aufhören seine gültige Norm zu sein; denn das würde die Unausführbarkeit bedeuten.

[Seite 23]

9. Nicht kann die Belehrung über etwas unmögliches vorgenommen werden; und wenn so etwas auch gelehrt wird, ist es keine Belehrung.

[Seite 23]

10. Wenn [Jemand meinte], das könnte so sein wie bei dem weissen Tuch und dem Samenkorn, —

[Seite 23]

11. Es wird nichts unmögliches gelehrt, weil [es sich nur darum handelt, ob] eine Kraft in die Erscheinung tritt oder nicht.

[Seite 24]

12. [Es entstammt] nicht aus der Verbindung mit der Zeit, da diese, allgegenwärtig und ewig, mit allen [Seelen] in verbindung steht.

[Seite 25]

13. Ebenso wenig aus der Verbindung mit dem Raum, demselben [Grunde] zufolge,

[Seite 26]

14. Nicht aus einem Zustande, da dieser eine Eigenthümlichkeit des Körpers ist.

[Seite 26]

15. Unberührt ist ja diese Seele.

[Seite 26]

...

164. Von der Beeinflussung kommt das Thätersein her, das geistige Wesen von der Nähe — das geistige Wesen ¹) von der Nähe ¹)

——————

¹) Die Deutung dieses Sûtra bei Anîruddha ist sehr viel einfacher und besser.

[Seite 176]

Buch II.

1. [Das Wirken] der Urmaterie dient zum Zwecke der Erlösung der [thatsächlichen] freien [Seele] oder zum Zwecke der eigenen.

[Seite 178]

2. Weil diese [nur] dem gleichgilitig gewordenen zu Theil wird.

[Seite 179]

3. Sie tritt nicht in Folge des blossen Hörens ein, wegen der Stärke der anfanglosen Disposition.

[Seite 179]

4. Oder wie von einzelnen viele zu unterhalten sind.

[Seite 179]

5. Da sie der Materie wirklich angehört, so folgt, dass sie auf die Seee [nur] bildlich übertragen ist.

[Seite 180]

...

47. Obwohl ihnen dasselbe Wirken eignet, nimmt ds Urtheilsorgan eine hervorragende Stellung ein, wie im täglichen Leben — wie im täglichen Leben.

[Seite 205]

Buch III:

1, Aus den ununterschiedenen geht das unterschiedene hervor.

[Seite 206]

2. Daraus der Körper.

[Seite 206]

3. Auf dessen Keim beruht de Metempsychose.

Auf dessen, nämlich des [groben] Körpers, Keim, d.h. auf dem aus den dreiundzwanzig Principien bestehenden feinen [Körper] als der Ursache, beruht die Metempsychose, d.h. das Gehen und Wiederkommen der Seele, da die in ihrer Allgegenwart unveränderliche [Seele] an sich nicht gehen und [wiederkommen] könnte. Das ist der Sinn. Die in den dreiundzwanzig Principien wohnende Seele wandert ja nur vermöge dieses Upâdhi von Körper zu Körper um die Fürchte früherer Werke zu geniessen; denn aus solchen Traditionsstellen wie:

"Für gutes und böses Werk, das mit dem Herzen gethan ist, empfängt er seinen Lohn im Herzen, für mit Worten begangenes mit Worten, für mit dem Körper vollbrachtes aber ²) am Körper" [Manu 12.8]

ergiebt sich, dass man gewöhnlich an den Werkzeugen,w elche zu den Thaten in früheren Existenzen gedient haben ³), in späteren Existenzen seinen Lohn empfängt. Darum fasst das Brahmasûtra [3.1.1. diese Theorie] in das Wort, 'Umschlungen [d.h. von dem feinen Körper, wandert die Seele]' zusammen.

——————

[Der Verfasser] nennt nun auch die Grenze der Seelenwanderung:

[Seite 207]

4. Und bis zur Discrimination dauert das Weltdasein der unterschiedlosen.

[Seite 207]

...

84. Wenn in Folge der Unterscheidung der Schmerz bis auf den letzten Rest zu Ende ist, hat man das Zie erreicht³); durch nichts anderes — durch nichts anderes.

...

[Seite 250]

Buch IV

1. Wie bei dem Königssohn [entsteht sie] aus der Unterweisung in der Wahrheit.

[Seite 251]

2. Wie dem Dämon, trotzdem die Belehrung für einen anderen stattfand.

[Seite 252]

3. Die Wiederholung ist [nothwendig], weil die mehrfache Belehrung [berichtet wird. = Br. S. 4.1.1.].

[Seite 252]

4. Wenn man, wie bei Vater und Sohn, beides sieht.

[Seite 252]

...

32. Auch wenn man der Glorie theilhaftig geworden, ist die Aufgabe nicht erfüllt, [ebenso wenig] wie mit der Vollkommenheit der Gegenstände der Verehrung — wie mit der Vollkommenheit der Gegenstände der Verehrung.

...

[Seite 264]

Buch V:

1. Das Aussprechen des Segenswunsches [ist erforderlich] wegen des Brauches der Autoritäten, weil man den Erfolg sieht und weil die Schrift es lehrt.. Aus diesen Gründen¹)

[Seite 266]

...

129. Der Geist ist nicht [ein Attribut] der Elemente, weil er an keinem einzelnen beobachtet wird noch an der Vereinigung — noch an der Vereinigung.

[Seite 331]

...

Buch VI.

1. Das Selbst existiert, weil es keine Beweise für seine Nichtexistenz giebt.

[Seite 333]

...

69. Nach Sanandanâcârya ist es duch den inneren Körper veranlasst.

[Seite 368]

...

70. Ob so oder so, die Beseitigung desselben ist das Ziel der Seele — die Beseitigung desselben ist das Ziel der Seele.

[Seite 368]

...

Hier schliesst in dem von dem verehrungswerthen Vijñânabhikshu verfassten Commentare zu Kapila's Sāṃkhya-pravacana das sechste Buch, in welchem das wesentliche rekapitulirt ist. Damit ist der Commentar zum Sāṃkhya-pravacana zu Ende.

[Seite 370]

——————

Verzeichniss

der wichtigsten technischen Ausdrücke im

Sâṃkhya-pravacana-bhâshya. ¹)

[Seite 371]

...

378

...

——————

Verzeichnis

der Citate aus der Sāṃkhya-kârikâ.

...

————————————

[Seite 378]

<<

Garbe, Prof. Dr. Richard, "Sâṃkhyasûtras - Aus dem Sanskrit übersetzt und mit Anmerkungen versehen von Richard Garbe", Leipzig 1889, in Commission bei F.A. Brockhaus.

 



© Franz Rickinger
Mimansa:

Mimansa:

 

a) Prof Dr. Paul Deussen's Ausführungen dazu:

 

Wie findet man hin?

1) per https:/ /www.bsb-muenchen.de

und dann Suchbegriff "Allgemeine Geschichte der Philosophie : mit besonderer Berücksichtigung der Religionen. 1,3, Die Nachvedische Philosophie der Inder"

oder auch:

2) per https:/ /www.bsb-muenchen.de

und dann Suchbegriff "Paul Deussen" und dann jenen paar Seiten durchblättern bis "Allgemeine Geschichte der Philosophie : mit besonderer Berücksichtigung der Religionen. 1,3, Die Nachvedische Philosophie der Inder"

 

Mîmâṅsâ des Jaimini:

Seiten 389 - 397

im Scan: 408 - 416

b) Aus der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft:

 

Das dauert noch etliche Zeit

München, den 21.6.2026 

 



© Franz Rickinger
Yoga:

Patañjali-Yogasūtras:

Es gibt dazu zahlreiche Übersetzungen ins Deutsche.

Bemühungen zur zeitlichen Einordnung findet man etwa bei  "Die Samkya-Philosphie eine Darstellung des indischen Rationalismus nach den Quellen - von Richard Garbe", Leipzig, Verlag von H. Haessel, 1894, das via der bay. Staatsbibliothek für die Öffentlichkeit zum "Online-Lesen" angeboten wird. ist näheres siehe im Unterabschnitt "Samkya" dieses Abschnitts betreffs "Der Systeme Indischer Philosophie"

a) Swami Vivekananda's Übersetzung:

Siehe "Rāja Yoga" von Swami Vivekananda in der autorisierten Übersetzung von Emma von Pelet, Verlag Hermann Bauer KG, Freiburg/Br., ISBN 3-7626-0410-X. Die Übersetzung gemäß Swami Vivekananda in deutscher Übersetzung findet man in diesem Buch als Anhang.

 

b) Prof. Dr.Paul Deussen's Übersetzung.

Man kann sie Online lesen in

per https:/ /www.bsb-muenchen.de und dann mittels Suchbegriff

"Allgemeine Geschichte der Philosophie : mit besonderer Berücksichtigung der Religionen. 1,3, Die Nachvedische Philosophie der Inder"

 Dort dann:

 XV. Der Yoga des Patañjali:

Seiten 506 - 578

im Scan: 526 - 598

 

c) Selbstverständlich gehört auch "Halle aller Religionen - der Santana Dharma", alleine schon wegen seiner Kapitel über Hatha-yoga, Mantra-yoga, Laya-yoga und Raja-yoga, hier genannt:

Abs, Pater Josef, Indiens Religion, der Santana-Dharma, Eine Darstellung des Hinduismus, übersetzt und erläutert vom Kapuziner-Pater Josef Abs, erschienen bei Kurt Schroeder in Bonn/Leipzig, 1923

Auszugsweise ist es in dieser WEBSeite zu lesen: Halle aller Religionen - der Sanatana-Dharma.

 

 

d) Eine Übersetzung ins Deutsche in Buchform:

Bäumer, Bettina, Patañjali "Die Wurzeln des Yoga - Die klassischen Lehrsprüche des Patañjali mit einem Kommentar von P.Y. Despende, Mit einer neuen Übertragung der Sutren aus dem Sanskrit", herausgegeben von Bettina Bäumer, Otto Wilhelm Barth Verlag, 1999.

 

f) Abgetippte Übersetzung der Patañjali-Yogasūtras  in der Übersetzung von Prof.Dr. Paul Deussen ohne, weil noch nicht dazugekommen, Prof. Deussen's Ausführung und mit Anmerkungen vom Autor dieser WEBSeite; siehe Patañjali-Yogasutras.

 

g) Dissertation von Paul Markus.

Hinweis von Prof. Richard Garbe in seinem Buch "Die Samkya-Philosphie eine Darstellung des indischen Rationalismus nach den Quellen"

(s. in diesem Abschnitt über die Systeme Indischer Philosophie unter Samkya.)

"Die Yoga-Philosophie nach dem Râjamârtaṇḍa - dargestellt von Paul Markus", Leipziger Doktordissertation, Halle a.S., Heynemann'sche Buchdruckerei, F. Beyer, 1886.

siehe zB.: https:/ /archive.org/details/dieyogaphilosop00markgoog/page/n48/mode/2up



© Franz Rickinger
Vedanta:

Das sehr ausführliche Werk von Dr. Paul Deussen  "Das System des Vedānta: nach den Brahma-Sûtra's des Bâdarâyaṇa und dem Commentare des Çañkara über dieselben als ein Compendium der Dogmatik des Brahmanismus von Standpunkte des Çañkara aus" ist vermöge der Bayerischen Staatsbibliothek zum Lesen  "Online verfügbar"; dort findet man auch die Rechtshinweise betreffs dieses Angebots der Bayerischen Staatsbibliothek München.

https:/ /www.bsb-muenchen.de

Der Suchbegriff "Paul Deussen" und dann drurchblättern bis Nr. 62 der, in der bayerischen Staatsbibliothek, verzeichneten Werke des Prof. Dr. Paul Deussen war am 22.6.2026 zielführend.

(Der Suchbegriff "Das System des Vedānta: nach den Brahma-Sûtra's des Bâdarâyaṇa und dem Commentare des Çañkara über dieselben als ein Compendium der Dogmatik des Brahmanismus von Standpunkte des Çañkara aus" war nichtzielführend betreffs des Online-Lese-Angebots.)

 

Auszüge daraus, siehe zB.:

  Vedantasutras


Sadânanda's Vedântasâra

 

in der Übersetzung von

Prof. Dr. Paul Deussen


© Franz Rickinger

Der Vedântasâra des Sadânanda.

 

 

Ergänzend, gemäß  Sri Aurobindos Hinweisen "Der Vedântasâra des Sadânanda."

Sri Aurobindo's sehr kurze Fassung in englischer Sprache, muß ich erst noch übersetzen.

 

a)

Sadânanda's Vedântasâra

 

in der Übersetzung von

Prof. Dr. Paul Deussen

Vorerst, so nach und nach, die Übersetzung von Prof. Dr. Paul Deussen..

>>

...

638

…

(639)

Der Vedântasâra des Sadânanda.

 

Übersetzung.*

 

I. Vorwort und Thema.

 

Verehrung dem Gaṇeça!

Der unteilbar, Sein, Geist und Wonne ist,

Zu dem nicht Worte noch Gedanken dringen,

Der Âtman, der die Welten alle trägt,

Sei Beistand mir zu meines Werks Gelingen!

Auch ihn, der unbetört vom Zweiheit-Schein

Mit Recht Advayânanda („froh der Nicht-

Zweiheit") wird genannt,

Den Meister ehrend, will ich des Vedânta

Haupt-lnhalt lehren, wie ich ihn verstand.

Vedânta heißen die Upanishad's als Richtschnur und die sie unterstützenden Schriften, wie die Çârirakasûtra's und andere.

2. Da unser Werk den Vedânta zum Gegenstand hat, und da durch die dem Vedânta eigenen Voraussetzungen auch das Gelingen unseres Unternehmens bedingt ist, so brauchen unsere Voraussetzungen nicht noch besonders erörtert zu werden.

——————

* Große Verdienste um das bessere Verständnis des Vedântasâra hat sich Böhtlingk durch seine in der zweiten Auflage seiner Sanskrit-Chrestomathie enthaltene Textausgabe, deren Paragrapheneinteilung und Lesarten, wo es nicht anders vermerkt wird, wir folgen, sowie durch die beigegebene Übersetzung erworben, nur daß die Wiedergabe einiger der wichtigsten Termini zwar sprachlich unanfechtbar, aber doch das volle Verständnis verhindernd ist, wie wenn z. B. der Grundbegriff des Ganzen, „das mit dem Nichtwissen behaftete Geistige" (ajñâna-upahitan caitanyaṃ) beständig übersetzt wird als „der durch die Unwissenheit bedingte Intellekt".

 

 

640

Der Vedântasâra des Sadânanda

 

II. Voraussetzungen des Vedânta.

3. Unter den Voraussetzungen sind zu verstehen: erstens der Berechtigte, zweitens das Objekt, drittens dessen Begründung und viertens der Endzweck.

4. Ein Berechtigter aber ist nur ein solcher Erkennender, welcher die Veden und die Vedâñga's vorschriftsmäßig so studiert hat, daß er imstande ist, den Sinn des Veda auf den ersten Blick vollständig zu verstehen, welcher ferner in diesem Leben oder in einem vormaligen nicht nur Begehrungsartiges und Verbotenes gemieden, sondern auch durch Betreiben der ständigen und gelegentlichen Zeremonien, der Sühnungen und Verehrungen von allen Sünden sich befreit und sein Gemüt von allen Flecken völlig gereinigt hat, und welcher endlich auch noch mit der Vierheit der Erfordernisse ausgerüstet ist.

5. Begehrungsartiges ist dasjenige, was, wie z. B. der Jyotiḥshṭoma (eine bestimmte Somafeier), den Himmel oder sonstiges Erwünschtes als Frucht bewirkt.

6. Verbotenes ist dasjenige, was, wie z. B. ein Brahmanenmord, die Hölle oder sonstiges Unerwünschtes als Frucht bewirkt.

7. Ständige Zeremonien sind diejenigen, welche, wenn sie unterlassen werden, Niedergang in der Seelenwanderung zur Folge haben, wie z. B. die Dämmerungsandacht.

8. Gelegentliche Zeremonien sind diejenigen, welche, wie das Geburtsopfer bei der Geburt eines Sohnes, bei einem bestimmten Anlaß erfolgen.

9. Sühnungen sind Bräuche, welche nur die Tilgung einer Sünde bezwecken, wie z. B. die Mondlaußbuße (ein mit dem Monde zunehmendes und abnehmendes monatliches Fasten).

10. Verehrungen sind geistige Betätigungen, welche sich auf das attributhafte Brahman beziehen, wie z. B. die

von Çâṇḍilya gelehrte (Chând. Up. 3,14; Sechzig Up. S. 109).

11. Von diesen Voraussetzungen haben die ständigen und [gelegentlichen Zeremonien, nebst den Sühnungen] als letzten Zweck die Läuterung der Buddhi; die Verehrungen

 

 

641

Übersetzung (§ 3—20).

 

hingegen haben als letzten Zweck die Konzentration auf das Tad (Brahman).

12. Denn es heißt in der Schrift: „Ihn suchen durch Vedastudium die Brahmanen zu erkennen, durch Opfer" usw. (Bṛih. Up. 4,4,22, S. 479), und auch die Tradition sagt: „Durch Tapas wird von Sünde man befreit, durch Wissen geht man zur Unsterblichkeit" (Manu 12,104).

13. Den ständigen und gelegentlichen Zeremonien entspricht als Frucht die Väterwelt, den Verehrungen die Satyawelt; wie die Schrift sagt: „Durch das [0pfer-]Werk wird die Väterwelt, durch das Wissen die Götterwelt erworben" (Bṛih. Up. 1,5,16, S. 403).

14. Die Erfordernisse sind: 1) die Unterscheidung der ewigen von der nichtewigen Substanz, 2) Verzicht auf Genuß des Lohnes hier und im Jenseits, 3) Erlangung der Ruhe, Bezähmung usw., und 4) das Verlangen nach Erlösung (lies: mumukshutuvâni).

15. Was zunächst die Unterscheidung der ewigen von der nichtewigen Substanz betrifft, so besteht sie in dem Unterscheiden des Brahman als der ewigen von allem andern als der nichtewigen Substanz.

16. So wie die irdischen Genüsse von Kränzen, Sandelholz u. dgl., weil sie auf Werken beruhen, vergänglich sind, ebenso sind auch die jenseitigen Genüsse von Amṛitam u. dgl. vergänglich; darum ist ein vollständiges Abstehen von beiden erforderlich, und hierin besteht der Verzicht auf Genuß des Lohnes hier und im Jenseits.

17. Unter Ruhe, Bezähmung usw. sind zu verstehen: Beruhigung, Bezähmung, Entsagung, Geduld, Gesammeltheit und Glaube.

18. Hierbei besteht die Beruhigung in der Zurückhaltung des Manas von allen Sinnendingen, ausgenommen das Anhören usw. des Schriftwortes usw.

19. Die Bezähmung besteht in der Abkehr der äußem Sinnesorgane von allen ändern Objekten als den eben genannten.

20. Die Entsagung besteht darin, daß die zur Abkehr gebrachten Sinnesorgane allen andern Objekten als den genannten

DEUSSEN, Geschichte der Philosophie I,3.

 

 

642

Der Vedântasâra des Sadânanda.

 

entsagen; oder sie besteht in einem auf Vorschrift beruhenden Ablassen von den gebotenen Ritualwerken.

21. Die Geduld besteht in dem Ertragen der Gegensätze, wie Kälte und Hitze.

22. Die Sammlung besteht darin, daß man das von den Sinnendingen zurückgehaltene Manas beim Anhören usw. Des Schriftwortes auf den ihm entsprechenden Gegenstand konzentriert.

23. Der Glaube ist das Vertrauen auf das Wort des Lehrers, der Upanishadtexte u. dgl.

24. Das Verlangen nach Erlösung besteht in dem Wunsche erlöst zu werden.

25. Der so geartete Erkenner ist ein Berechtigter.

26. Denn die Schrift sagt: „Er ist beruhigt, bezähmt" usw. (Bṛih Up. 4,4,23, S. 480).

27. Auch heißt es:

„Wer ruhigen Geistes und bezähmter Sinne ist,

Von Sünden frei und dem Befehl gehorsam,

An Tugend reich und fügsam, nach Erlösung strebt,

Dem teile man die Lehre mit auf jeden Fall."

(Als Wort eines Lehrers zitiert von Râmatirtha zu Maitr. Up. 6,29, p. 156 ed. Cowell.)

28. Das zu erkennende Objekt ist die in reiner Geistigkeit bestehende Einheit der Seele mit Brahman, weil dies der Hauptgegenstand der Vedântatexte ist.

29. Die Begründung sodann besteht in dem Verhält-
nisse jener zu erkennenden Einheit als Lehrobjekt zu den sie übermittelnden und als Richtschnur geltenden Upanishadtexten als Lehrgrund.

30. Der Endzweck ist die Vernichtung des auf jene zu erkennende Einheit bezüglichen Nichtwissens und die Erlangung der Wonne, welche ihr Wesen ausmacht.

31. Denn die Schrift sagt: „Den Kummer überwindet, wer den Âtman kennt" (Chând. Up. 7,1,3, S. 174), und wiederum: „[Wahrlich, wer] jenes höchste Brahman kennt, der wird zu Brahman" (Muṇḍ. Up. 3,2,9, S. 558).

 

 

643

Übersetzung (§ 20—40).

 

32. Ein solcher Berechtigter begibt sich, von dem Feuer des in Geburt und Tod bestehenden Saṃsâra gequält, wie einer, dem der Kopf brennt, zum Wasser, mit einer Gabe in der Hand zu einein schriftkundigen, in Brahman festen Lehrer, und folgt ihm nach; „[Sie zu erkennen, such' er auf den Lehrer], mit Brennholz, der schriftkundig, fest in Brahman", wie die Schrift sagt (Muṇḍ. Up. 1,2,12, S. 550).

33. Dieser belehrt ihn aus höchstem Mitleid nach der Methode der Aufbürdung (adhyâropa) und der Aufhebung (apavâda); „Ihm, der geziemend nahte, teilt mit sodann der Weise" usw. (Muṇḍ. Up. 1,2,13, S. 550).

 

III. Adhyâropa, die Aufbürdung.

34. Die Aufbürdung (adhyâropa) besteht darin, daß man einem Realen ein Nichtreales aufbürdet, wie wenn man

einem Strick, der doch keine Schlange ist, die Vorstellung einer Schlange aufbürdet.

35. Das Reale ist das aus Sein, Geist und Wonne bestehende zweitlose Brahman.

36. Das Nichtreale ist der im Nichtwissen wurzelnde gesamte Komplex des Ungeistigen.

37. Das Nichtwissen (ajñânam) ist das weder als seiend noch als nichtseiend definierbare, aus den drei Guṇa's bestehende, dem Wissen Entgegengesetzte, oder, wie man sagt, alles was die Form des Daseins hat.

38. Denn daß wir nichtwissend sind, erkennen wir durch Innewerdung, und auch die Schrift sagt: „Gottes Selbstkraft verhüllt in eigenen Guṇa's" (Çvet. Up. 1,3, S. 292).

39. Dieses Nichtwissen wird, je nachdem man es nach seiner Gesamtheit oder nach seiner Einzelheit betrachtet, als eines oder als nichteines behandelt.

40. Zum Beispiel: Wie man die Bäume im Hinblick auf ihre Gesamtheit mit dem Namen Wald als eine Einheit bezeichnet, — oder wie man die einzelnen Wasser im Hinblick auf ihre Gesamtheit als Gewässer bezeichnet — so bezeichnet inan die als mannigfaltig erscheinenden, auf die Seele bezüglichen Nichtwissenheiten im Hinblick auf ihre Gesamtheit als eine Einheit.

 

 

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Der Vedântasâra des Sadânanda.

 

41. Denn die Schrift sagt: „Die eine Ziege" usw. (Çvet. Up. 4,5, S. 301).

42. Diese Gesamtheit besteht, sofern man ihr hohe Behaftungen beilegt, vorwiegend aus reinem Sattvam.

43. Das mit ihr behaftete Geistige wird, weil es die Eigen-schaften der Allwissenheit, Allmacht und Allregierung besitzt, als das Unoffenbare, der innere Lenker, die Weltursache, der Îçvara (Gott) bezeichnet.

44. Seine Allwissenheit besteht darin, daß er die Gesamtmasse des Nichtwissens durchleuchtet; „der Allkenner und Allwisser" usw., wie die Schrift sagt (Muṇḍ. Up. 1,1,9, S. 547).

45. Jene Gesamtheit (die Gesamtmasse des Nichtwissens) bildet, sofern er die Ursache von allem ist, seinen ursächlichen Leib.

46. Sofern dieser (aus der Gesamtmasse des Nichtwissens bestehende Leib des Îçvara) voll von Wonne ist, und sofern er ihn wie eine Hülle umschließt, heißt er seine wonneartige (ânandamaya) Hülle (Taitt. Up. 2,5, S. 230. Vgl. oben I, 2, S. 89 fg.).

47. Sofern alles in ihm zur Ruhe kommt, ist er der Tiefschlaf (Bṛih. Up. 4,3,19 sq., S. 470 fg.).

48. Eben darum wird er auch bezeichnet als die Auflösungsstätte der groben und der feinen Weltausbreitung.

49. Wie man einen Wald im Hinblick auf seine Einzelheit mit dem Namen Bäume als eine Vielheit bezeichnet, — oder wie man ein Gewässer im Hinblick auf seine Einzelheit als einzelne Wasser bezeichnet, — so bezeichnet man das Nichtwissen im Hinblick auf seine Einzelheit als eine Vielheit desselben.

50. Denn die Schrift sagt: „Durch Zauber (mâyâ) vielgestaltig wandelt Indra" (Ṛigveda 6,47,18. Vgl. Bṛih. Up. 2,5,19, S. 423).

51. Hierbei werden die Ausdrücke Einzelheit oder Gesamtheit gebraucht, je nachdem sie sich auf ein einzelnes oder auf das gesamte [Nichtwissen] beziehen.

52. Diese Einzelheit besteht, sofern man ihr niedrige Behaftungen beilegt, vorwiegend aus unreinem [mit Rajas und Tamas versetztem] Sattvam.

 

 

645

Übersetzung (§ 41—63).

 

53. Das mit ihr [der Einzelheit des Nichtwissens] behaftete . Geistige wird, weil es die Eigenschaften des Wenigwissens, der Nichtallmacht usw. besitzt, Prâjña (der Weise) genannt, weil er nur ein einzelnes Nichtwissen durchleuchtet.

54. Sein Wesen als Prâjña besteht darin, daß er nicht sehr durchleuchtend ist, sofern ihm nur undeutliche Behaftungen beigelegt sind.

55. Jene [Einzelheit des Nichtwissens] bildet, sofern er die Ursache des Ichbewußtseins (ahaṃkâra) usw. ist, seinen ursächlichen Leib.

56. Sofern dieser (aus einem einzelnen Nichtwissen bestehende Leib des Prâjña) voll von Wonne ist, und sofern er ihn wie eine Hülle umschließt, heißt er seine wonneartige Hülle (vgl. 46).

57. Sofern alles in ihm zur Ruhe kommt, ist er der Tiefschlaf.

58. Eben darum wird er auch bezeichnet als die Auflösungsstätte der groben und der feinen Leiblichkeit.

59. Hierbei geschieht es, daß diese beiden, der Îçvara und der Prâjña, vermittest überaus feiner, durch das Geistige angefachter Funktionen des Nichtwissens die Wonne genießen.

60. Denn die Schrift sagt: „Der die Wonne genießende, das Bewußtsein als Mund habende Prâjña" usw. (Mâṇḍ. Up. 1,5, S. 578), und damit stimmt überein das Bewußtsein, welches der Erwachende hat: „Jch habe gut geschlafen, ich war mir keiner Sache bewußt."

61. Nun besteht zwischen jenen beiden, der Gesamtheit und der Einzelheit [des Nichtwissens], — wie zwischen dem Walde und den Bäumen oder wie zwischen dem Gewässer und den einzelnen Wassern, — keine Verschiedenheit.

62. Ferner besteht auch zwischen dem mit jenem Nichtwissen behafteten Îçvara und Prâjña, — wie zwischen dem von dem Walde und dem von den Bäumen eingeschlossenen Räume, oder zwischen dem in einem Gewässer und dem in den einzelnen Wassern sich abspiegelnden Himmelsraume, — keine

63. „Er ist der Herr des Weltalls" usw., wie die Schrift (Bṛih. Up. 4,4,22, S. 479; Mâṇḍ. Up. 1,6, S. 578) sagt.

 

 

646

Der Vedântasâra des Sadânanda.

 

64. Nun aber, wie es für Wald und Bäume und den von beiden eingeschlossenen Raum, — oder wie es für Gewässer und einzelne Wasser und den in ihnen sich widerspiegelnden Himmelsraum einen sie befassenden, nicht mit Grenzen behafteten Weltraum gibt, — ebenso gibt es für das Nichtwissen und die beiden mit ihm behafteten Geistigen ein sich befassendes [nicht mit Nichtwissen behaftetes] Geistiges, und dieses wird Turîyam (das Vierte) genannt. „Selig, beruhigt, zweitlos, das ist das Vierte", wie die Schrift (Mâṇḍ. Up. 2,7, S. 579) sagt.

65. Dieses, aus reiner Geistigkeit bestehende Vierte, sofern es als von dem Nichtwissen und den beiden mit ihm behafteten Geistigen ununterschieden, vergleichbar einer durchglühten Eisenkugel (vgl. Maitr. Up. 3,3, S. 323), vorgestellt wird, bildet den eigentlichen Sinn des großen Wortes (tat tvam asi, „das bist du", Chând. Up. 6,8,7), und sofern es als von ihm verschieden vorgestellt wird bildet es dessen metaphorischen Sinn.

66. Dieses Nichtwissen hat zwei Kräfte, die Kraft der Verhüllung und die Kraft der Ausbreitung.

 

IV. Âvaraṇaçakti, die Verhüllungskraft

67. Zunächst von der Verhüllungskraft. Wie eine auch nur kleine Wolke imstande ist, den viele Meilen weit sich erstreckenden Sonnenball, indem sie dem Auge des Beschauers in den Weg tritt, gleichsam zu verdecken, so ist auch das Nichtwissen, obgleich es beschrankt ist, imstande, den unbeschränkten, nicht dem Saṃsâra unterworfenen Âtman, indem es der Erkenntnis des Beschauers in den Weg tritt, gleichsam zu verdecken. Von dieser Art ist die Macht [jener Verhüllungskraft des Nichtwissens].

68. Darum heißt es (Hastâmalaka 10, nach Böhtlingk):

„Gleichwie ein Tor, wenn seinen Blick die Wolke

Verdeckt, durch sie verdeckt die Sonne wähnt

Und glanzlos, so erscheint dem Törichten

Sein eignes Ich als ein gebundenes,

Obwohl er Allselbst, ewiges Schauen ist!"

 

647

Übersetzung (§ 64 — 75).

...

<<

Deussen, Prof. Dr. Paul, „Allgemeine Geschichte der Philosophie", Erster Band, dritte Abteilung, „Die Nachvedische Philosophie der Inder, nebst einem Anhang über die Philosophie der Chinesen und Japaner", 4. Auflage, Leipzig/F.A. Brockhaus, 1922

 

b)

Sadânanda's Vedântasâra

 

in der Übersetzung von

Otto von Boehtlingk

 

c)

Sadânanda's Vedântasâra

Sri Aurobindo's Übersetzung ins Englische weiterübersetzt ins Deutsche vom Autor dieser WEBSeite.

Hinweis: Es ist keinesfalls so, daß Sri Aurobindo beauftragt hat, diese Übersetzung seiner Übersetzung ins Englische in die deutsche Sprache zu übertragen; auch wurde meine Übersetzung ins Deutsche von niemandem auf irgendeine Weise als korrrekt bestätigt.

Diese Übersetzung wurde angefertigt nach bestem Wissen und Können auf der Basis eines Cambridge-C1-Zertifikats unter Zuhilfenahme von Englisch-Wörterbüchern und Engliisch-Grammatiken, aus der Lebenszeit des Sri Aurobindo. Sri Aurobindo lebte von Mitte August 1872 bis Dezember 1950 und insofern kommen hier Englischgrammatiken und Englischwörterbüchern aus den Jahren seiner Ausbildung bis zu seinem Tod, dh so ab ca 1892 bis Dezember 1950 infrage; insbesonder die Wörterbücher von Dr. Friedrich Köhler (c 1890), Dr. Francis Ising (alsbald nach dem 2.Weltkrieg, mit Druckerlaubnis vonseiten der Allierten Militärregierung), aber auch insbesondere Grieb/Schröer, Ziegler-Seiz sind bestens geeignet. An Grammatiken bieten sich an:

 


Lincke, Prof. Dr Kurt, "Grammatik der Englischen Sprache für höhere Lehranstalten bearbeitet von Prof. Dr. Kurt Lincke, Studienrat an der Klinger-Oberrealschule, mit Lehrauftrag an der Universität Frankfurt am Main", dritte Auflage, Frankfurt am Main, Verlag Moritz Diesterweg, 1923

Gaspey, Dr. Thomas und Runge, Gymnasialprofessor H., Englische Konversationsgrammatik zum Schul- und Privatunterricht. zweiundzwanzigste verbesserte Auflage, Heidelberg. Julius Groos, Verlag, 1895.

 

Gaspey, Dr. Thomas,Gaspey-Runge, "Englische Konversations-Grammatik zum Schul- und Privatunterricht", Neubearbeitet von. H. Runge, Gymnasialprofessor in Elfenberg, vierundzwanzigste Auflage, Heidelberg, Julius

Koch, Prof. Dr. John, "Praktisches Elementarbuch zur Erlernung der Englischen Sprache für die Fortbildungs- und Hochschulen wie zum Selbststudium" von Dr. John Koch, Professor am Dorotheenstädtischen Realgymnasium zu Berlin, Zwanzigste und Einundzwanzigste Auflage, Berlin 1906, Verlag von Emil Goldschmidt, Lützow-Platz 8.

Gemäß Wikipedia studierte er am King's College in Cambridge und einer seienr Professoren bezeichnete ihn als "brillianten  Altphilologen"; von 1900 bis ca 1906, während einer Zeit in Baroda sei er/war er Professor für Englische Sprache.

Als er 1893 21-jährig nach Indien zurückkehrte, hatte er bis dahin 14 seiner Lebensjahre in England verbracht.

vgl.: https:/ /de.wikipedia.org/wiki/Aurobindo_Ghose

 

Zur Person des Sri Aurobindo siehe zB.:

https:/ /de.wikipedia.org/wiki/Aurobindo_Ghose

https:/ /www.britannica.com/biography/Sri-Aurobindo

https:/ /www.sriaurobindoashram.org/sriaurobindo/

 

 

München, den 24.3.2026

Fortsetzung folgt.